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Hexenverfolgung

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Hexenverfolgung Artikel

Als Hexenverfolgung wird die Verfolgung von Frauen oder Männern genannt, die man als Hexen verstand. Massenverfolgungen fanden fast ca. in dem Mitteleuropa der Frühen Neuzeit statt, einzelne Fälle sind dagegen fast global und aus vielen Zeiten bekannt.

Die Verfolgung sollte

  1. Schadenszauberei abwehren
  2. die eigene religiöse Integrität wahren, oder (im Christentum)
  3. die Seele der Verirrten retten
Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Hexen-Amulett Spannung, historische Details und Liebe- perfekte Mischung Längere Zeit habe ich darauf gewartet, mal wieder ein gutes Buch über Hexenverfolgung in den Händen zu halten. "Hexen-Amulett" hat meine Erwartungen nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin Susannah Kells ( ein Pseudonym für den bekannten Schriftsteller Bernhard Cornwell und seiner...

Geschichte

Buch-Tipp: Der Hexenhammer Äußerst interessant Ich kaufte mir dieses Buch, weil ich in der Schule ein Referat über seine Autoren Jakob Sprenger und Heinrich Institoris halten musste und ich finde, dass dieses Werk auch gut 500 Jahre nach seiner Erscheinung stets noch recht interessant und leserlich erscheint. Wenn man "Malleus Maleficarum" liest, wird einem tatsächlich...

Altertum

Der Glaube an Zauberer lässt sich bereits in den alten Hochkulturen nachweisen, der Begriff Hexen taucht erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts. auf. Magie wurde sorgfältig beobachtet, Hexerei wurde als schwarze Magie gefürchtet. Sowohl in Babylonien (Codex Hammurabi: Wasserprobe) als auch in Ägypten sind Bestrafungen von Zauberern durchgeführt worden. Allerdings kam es niemals zu einer gezielten Verfolgung von vermeintlichen Hexen, wie wir sie später aus der Frühen Neuzeit kennen. Der Begriff Hexe taucht erstmals 1431 in einer Schweizer Gerichtsakte auf. In dem Unterschied zur Zauberei bedingt der Hexenglaube die Verbindung mit dem Teufel.

Auch die Bibel - besser gesagt - das Alte Testament, kennt Zauberer (Hexe von Endor) (eigentl. Zauberin) und ordnet ihre Bestrafung an: "Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen." (Exodus 22,17).

Die frühe Kirche hält sich bei diesen Verfolgungen eher zurück. Wohl kommt es zu einzelnen Exzessen, wie in dem Martyrium der als Zauberin verfolgten neuplatonischen Philosophin Hypatia durch christliche Mönche (415); dieses Ereignis wurde allerdings von der offiziellen Kirche ausdrücklich als große Schande genannt. Ein explizites Programm für Hexenverfolgungen gab es nicht, da die frühe Kirche die damit verbunden Ansichten und Praktiken als Aberglaube (Canon episcopi) ablehnte.

Buch-Tipp: Der Hexenhammer. Malleus maleficarum. Das Inquisitions-Gesetzbuch schlechthin! Wie einige meiner Vorrezensenten schon geschrieben haben, handelt es sich hier um eine Verständliche übersetzung die sich aber stets noch nicht leicht lesen lässt, da die Sprache einfach nichtmehr der heute gebrauchten entspricht. 1000de Wiederholungen in einem Satz der sich über eine Halbe seite zieht...

Mittelalter

Die vorchristlichen Germanen kannten die Verbrennung von Schadenszauberern. In dem karolingischen Frühmittelalter war Hexenverfolgung jedoch kein Thema. In dem Gegenteil stellte das Konzil von Paderborn in dem Jahre 785 den Glauben an Hexen und ihre Verfolgung unter Strafe: Wer vom Teufel verblendet nach Weise der Heiden glaubt, es sei jemand eine Hexe und fresse Menschen, und diese Person darum verbrennt oder ihr Fleisch durch andere essen läßt, der soll mit dem Tode bestraft werden. (zitiert aus Soldan/Heppe) (was Karl der Große per Gesetz bestätigte).

Buch-Tipp: Der Hexensohn. Historischer Roman Beindruckene Geschichte aus der Zeit der Hexenverfolgung Die Geschichte hat mich sehr ergriffen, weil ich befürchte, dass sich zur Zeit der Hexenverfolgung tatsächliche Ereignisse wie die in dem Buch beschriebenen abgespielt haben. Der Roman ist gut zu lesen, den Stern Abzug beziehe ich auf das Ende (. . . .

Inquisition

Erste Verurteilungen von Hexen gibt es in dem 13. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Inquisition, die jedoch ihr Hauptaugenmerk nicht auf Hexen, sondern auf Ketzer richtete.

Die Existenz von Teufel und Dämonen war jedoch theologisch akzeptiert: Thomas von Aquin, der über das Mittelalter hinaus maßgebliche katholische Theologe und Philosoph, schuf für ein verändertes "kirchliches" Hexenbild die theoretische Grundlage. Nach seiner Auffassung schlossen die Menschen, wenn sie Hexen würden, mit dem Teufel einen Pakt, der bis zu dem sexuellen Verkehr reiche.

Hexerei ist für die Kirche kein die Existenz dergestalt bedrohendendes Vergehen wie die anderen mittelalterlichen Ketzereien. Dies wird deutlich in der Anweisung Papsts Alexander IV. vom 20. Januar 1260 an die Inquisitoren.

Buch-Tipp: Die Halidon-Verfolgung. (Pavillon) . . . schon fast wie ein KONSALIK die dargestellte geschichte ist etwas zu langatmig geschrieben; einige passagen koennten durchaus entfallen, wie z. b. die in die handlung "eingepresste" lovestory, schon fast in dem sinne eines heinz g. . . . . . ; mit sicherheit nicht eines der besseren werke von ludlum aber sonst angemessen lesbar.

Frühe Neuzeit

Die eigentliche europäische Hexenverfolgung fand in der Frühen Neuzeit vor allem in Mitteleuropa statt. Bei der europäischen Hexenverfolgung von 1450-1750 handelte es sich nicht um eine kirchliche Aktion gegen "Ketzer", sondern um ein europäisches Hysterie-Phänomen bezüglich Zauberei in der frühen Neuzeit, das juristisch zur Straftat der Zauberei umgesetzt wurde und zu vielen Verdächtigungen, Denunziationen, offiziellen Massenprozessen und Hinrichtungen führte. Neuere Forschungen belegen, dass häufig ältere Frauen und sozial Benachteiligte der Hexerei verdächtigt wurden. Dabei genügten häufig Gerüchte oder Denunziationen.

Von Seiten der Kirche gab es u.a. durch Johannes Brenz auch vereinzelte Kritik an der Hexenverfolgung.

Buch-Tipp: Die Halidon-Verfolgung. Die Aquitaine-Verschwörung. Zwei Romane in einem Band . . . schon fast wie ein KONSALIK die dargestellte geschichte ist etwas zu langatmig geschrieben; einige passagen koennten durchaus entfallen, wie z. b. die in die handlung "eingepresste" lovestory, schon fast in dem sinne eines heinz g. . . . . . ; mit sicherheit nicht eines der besseren werke von ludlum aber sonst angemessen lesbar.

Das frühneuzeitliche Hexenverständnis

Buch-Tipp: Die Hexe von Freiburg. Eine Geschichte die unter die Haut geht Das Buch "Die Hexe von Freiburg" ist in meinen Augen ein sensationelles Meisterwerk. Ich komme aus der Nähe von Freiburg. Daher ist das Buch für mich noch interessanter. Es werden viele Passagen beschrieben, die man als Einheimischer aus eigenen Erfahrungen kennt. Aber nicht ca. für Freiburger ist dieser...
Hexenlehre

Zu den Merkmalen einer Hexe gehören laut der Hexenlehre der frühneuzeitlichen Hexentheoretiker: 1. der Flug zu dem Treffen mit dem Teufel und anderen Hexen auf dem Hexensabbat (der so genannte Hexenflug), 2. der Pakt mit dem Teufel und 3. der Geschlechtsverkehr mit dem Teufel (in Gestalt von incubus und succubus, der so genannten Teufelsbuhlschaft).

Von großer Bedeutung war dabei vor allem die Idee einer allgemeinen Hexenverschwörung. Hierfür wurde die Vorstellung des Hexensabbats herangezogen. Man glaubte hier einer orgiastischen Versammlung auf der Spur zu sein, bei der die Schwarze Messe den Höhepunkt bildete. Auf solchen Schwarzen Messen feierte die so genannte Synagoge des Satans ( = Kirche des Satans) eine Art verkehrten Gottesdienst, um Gott und seine Kirche zu lästern, zu verhöhnen. Man glaubte, dass die gesamte Existenz des Christentums durch diese "Hexensekte" bedroht sei.

Somit entstand ein vermischendes Neuverständnis der Hexen. Nicht mehr der Schaden, den die Hexen anrichten, war ihr entscheidendes Merkmal, sondern der Abfall vom Glauben und der damit verbundenen Zuwendung zu dem Teufel. Nunmehr bildeten sie eine -- geistliche -- Gefahr; die Kirche ging gegen ihre abtrünnigen Gläubigen, nach den Grundsätzen des Augustinus von Hippo, mit Zwang und Feuer für ihre Seelenrettung vor.

Buch-Tipp: Die Hexe von Zeil. Die Hexe von Zeil - Geschichte, die unter die Haut geht! Dieses Buch gehört zu den besten historischen Büchern, die ich je gelesen habe. Spannend und ergreifend erzählt der Autor die Geschichte einer zu unrecht Verurteilten, die den Qualen der Hexenverfolgung ausgeliefert ist. Ich finde es auch gut, dass die Folterszenen so exakt beschrieben sind,...
Opfer

Die Verfolgung von zu Hexen erklärten Frauen und Männern forderte in Deutschland etwa 20 Tausend und in ganz Europa nach neueren Forschungen und umfangreichen Auswertungen der Gerichtsakten etwa 60 Tausend Todesopfer, 80 Prozent der Opfer waren Frauen. Dazu kam eine hohe Zahl weiterer zu Konfiskation und Haft Verurteilter. Insgesamt sollen etwa drei Millionen Menschen vor die Inquisitoren gestellt worden sein, etwa jeder Fünfzigste wurde hingerichtet. Die früher verbreiteten Zahlen von mehreren 100 Tausend Todesopfer stützen sich auf Schätzungen und das durch Literatur und Filme verbreitete Bild einer ungezügelten Hexenverfolgung.

Buch-Tipp: Die Hüterin der Quelle. Was Sie alles bisher noch nicht über Hexen wussten . . . . Dieser starke, ungemein fesselnde Roman aus dem berocken Bamberg räumt mit so ziemlich jedem Vorurteil und jeder Fehlmeinung auf, die bislang über Hexen heruum gegeistert ist. Anhand zweier faszinierender Frauengestalten, die von Konkurrentinnen um den selben Mann in dem Moment der größten...
Hexenhammer

Eine ideologische Grundlage bzw. Handlungsanweisung für die Hexenverfolgung bildete der von dem Dominikaner Heinrich Institoris verfasste Hexenhammer (Malleus Maleficarum, 1487, →englischer Text (http://www.malleusmaleficarum.org/)), das bekannteste von einer Unzahl zeitgenössischer Handbücher über Bekämpfung der Hexerei, die durch den Buchdruck weite Verbreitung fanden (siehe Beispiele (http://www.zpr.uni-koeln.de/~nix/hexen/galerie/d-buech.htm)), und die sich nicht ca. der Zauberei, sondern besonders den Frauen als solchen gegenüber als feindlich erwiesen. Laien und Kleriker, die die Hexenjagd ablehnten, wurde in dem Hexenhammer zu Häretikern erklärt und mithin der Verfolgung preisgegeben (Hairesis maxima est opera maleficarum non credere = Es ist die größte Häresie, nicht an das Wirken von Hexen zu glauben.). Dabei erschien diese hysterische Lehre in den Büchern in dem Gewande einer leidenschaftslos-sachlichen scholastischen philosophischen Abhandlung.

Buch-Tipp: Die Inquisition. Ketzerverfolgung im Mittelalter und Neuzeit. Ein kurzes, aber gutes Buch Auf 127 Seiten erfährt man sehr viel über die Inquisition in Europa. Die ersten Inquisitionsprozesse beginnen in dem 12. Jahrhundert. Einigen Andersdenkenden wurde die Zunge abgeschnitten. Andere wurden lebendig verbrannt. Viele Christen glauben, dass sie die einzig wahre Religion sind. Dabei ist das Christentum eine...
Hexenbulle

Die 1484 unterzeichnete Bulle Summis desiderantes (http://www.eberhard-gottsmann.de/Gottsmann/schule/Hexenbulle.pdf) von Papst Innozenz VIII. hatte zwar ca. in den katholisch bleibenden Gegenden dauerhaft Einfluss. Die Verfolgung von Hexen wurde von aber allen westlichen Kirchen -- katholischen, lutherischen, reformierten, anglikanischen und puritanischen -- bejaht und unterstützt. Ca. die Ostkirchen blieben von dem Phänomen weitgehend verschont. Die regionale Verfolgungsstärke war höchst unterschiedlich; es gab hierbei Schwerpunkte wie z.B. das Rheinland und das Schweizer Wallis. Aber es gab auch andere Gegenden, in denen dagegen kaum Verfolgung stattfand.

Buch-Tipp: Die Magie der Hexen. Umfassendes Anleitungsbuch für Magier und Hexen Das Gefühl Ob ein Buch für mich geeignet ist, merke ich stets daran, welches Gefühl ich einmal habe, wenn das Buch zu ist und wenn es offen ist. Da ich leider ca. das Cover sehen konnte, konnte ich mich nicht auf das Gefühl verlassen, habe es aber trotzdem gekauft ^^. Aber selbst wenn es aufgeschlagen ist, behält seine wundervolle Ausstrahlung....
Martin Luther

Auch Martin Luther befand sich in den Hexenvorstellungen seiner Zeit und unterstützte deren Verfolgung.

Hexenprozesse

Die tatsächliche Verfolgung geschah jedoch, in dem Gegensatz zur Inquisition durch weltliche Gerichte, und in sehr vielen Fällen aufgrund von Denunziationen aus der Bevölkerung. Ein bekanntes Beispiel ist die Mutter von Johannes Kepler, die 1615 aufgrund eines Streits durch eine Nachbarin als Hexe denunziert wurde. Sie war über ein Jahr gefangengesetzt, wurde mit der Folter bedroht, wurde aber schließlich aufgrund großer Bemühungen ihres berühmten Sohnes freigesprochen.

Noch in der Zeit der Aufklärung gab es vereinzelt Hexenprozesse. In der Schweiz wurden in zwei Fällen sogar Gruppen von Kindern der Hexerei bezichtigt und einem Gericht vorgeführt. Erst nach dem Inquisitoren aus Rom intervenierten, wurden (beim ersten Prozess) die Kinder frei gelassen. Bei dem zweiten Hexenprozess wurden die Eltern vom weltlichen Gericht dazu gezwungen, entweder ihre Kinder ziehen zu lassen und eine Bescheinigung über ihren Tod vorzulegen oder ihre Kinder selbst zu vergiften. Es stellte sich heraus, dass viele Eltern tatsächlich ihren Kindern Gift verabreichten.

Besonders während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wütete die Hexenverfolgung in Mitteleuropa. Der Krieg hatte die Felder verwüstet, die Häuser zerstört, die Bevölkerung dezimiert; Hunger und Seuchen forderten ihre Todesopfer. Gerade in dieser kriegerischen Zeit verdächtigten viele Leute angebliche "Hexen" und lieferten sie an die weltlichen Gerichte aus.

Der Kampf gegen die Hexenverfolgung

Der Kampf gegen die Hexenverfolgung war langwierig. Vor dem Zeitalter der Aufklärung war Friedrich Spee von Langenfeld keinesfalls der einzige Autor, der die Hexenprozesse angriff.

Vor allem aber tat sich der Hallesche Gelehrte der Aufklärung (er war kein Mann der Kirche) Christian Thomasius mit seinen Schriften des gegen den Hexenglauben hervor. Allerdings war der berühmte Mediziner Friedrich Hoffmann aus Halle noch zu Beginn des 18. Jahrhunderts von der Möglichkeit der Anhexung von Krankheiten durch Hexen in Verbindung mit den übernatürlichen Kräften des Teufels überzeugt.

Das Hexenprozessverfahren in der Frühen Neuzeit

1. Anklage:

  • häufig ging einer tatsächlichen Anklage eine jahrelange Phase des Gerüchtes voraus.
  • die Anklage konnte auf Grund einer Denunziation erfolgen, die von einer bereits inhaftierten Hexe - möglicherweise unter der Folter - erfolgt war.
  • selten gestand man vermeintlichen Hexen das Recht auf eine Verteidigung zu.

2. Die Inhaftierung

  • Gefängnisse in dem heutigen Sinne gab es in der Frühen Neuzeit noch nicht, darum hielt man die Angeklagten in Kellern oder Türmen gefangen.
  • die heute noch an vielen Orten anzutreffenden Hexentürme waren aber häufig gar keine reinen Hexentürme, sondern meist allgemeine Gefängnistürme oder z.T. auch einfach ca. Türme der Stadtmauern.

3. Das Verhör

  • Man unterscheidet in der Regel drei Phasen des Verhörs:
a) die gütliche Befragung
b) die Befragung mit Vorzeigen und Erklären der Folterinstrumente
c) die peinliche Befragung, bei der die Folter Anwendung fand
  • In dem Rahmen von Hexenprozessen fiel meist die Beschränkung der Folteranwendung auf eine Stunde weg, da man hier von einem crimen exceptum (Ausnahmeverbrechen) ausging, was besondere Härte verlangte.
  • Ebenso galt bei Hexenprozessen häufig die sonst übliche Regel nicht, dass man einen Angeklagten ca. 3 Mal der Folter unterwerfen dürfe und wenn bis dahin kein Geständnis vorliege, er freizulassen sei.

4. Die Hexenproben

  • Das offizielle Gerichtsverfahren sah keine Hexenproben vor, ja eigentlich galt ein Verbot ihrer Anwendung.
  • Dennoch griffen viele Gerichte in den verschiedensten Teilen des Deutschen Reiches auf sie zurück.
  • Die Bewertung der Hexenproben war ebenso unterschiedlich wie überhaupt ihre Anwendung. Ab und zu galten die Hexenproben als starker Beweis, ab und zu als schwacher.
  • Folgende Hexenproben sind die bekanntesten:

5. Das Geständnis

  • Niemand durfte ohne ein Geständnis in der Frühen Neuzeit verurteilt werden - das galt auch für die Hexenprozesse.
  • Doch aufgrund der Regeln in der Anwendung der Folter war die Wahrscheinlichkeit, ein Geständnis zu erlangen, bei Hexenprozessverfahren um ein vielfaches höher als bei anderen Prozessen.

6. Befragung nach Mitschuldigen

  • Da die Hexen laut der Hexenlehre auf den Hexensabbaten ihre Mitgenossen trafen, mussten sie diese auch kennen.
  • In einer zweiten Verhörphase wurden die Angeklagten nun nach den Namen der anderen Hexen bzw. Hexenmeister befragt - eventuell auch wieder mit erneuter Anwendung der Folter.

7. Verurteilung

8. Hinrichtung

  • Auf das Verbrechen der Hexerei stand die Strafe des Feuertodes, also der Scheiterhaufen, auf dem man lebendig verbrannt wurde.
  • Als ein Akt der Begnadigung galt die vorherige Enthauptung, Erdrosselung oder das Umhängen eines Pulversäckchens um den Hals, oder auch die Verwendung von grünem und nassem Holz, sodass die Verurteilte am Rauch erstickte bevor sie verbrannte.

Hexenverfolgung heute

Auch in nichtchristlichen Religionen bzw. erst in jüngerer Zeit christianisierten Regionen kommt es stets wieder zu Hexenverfolgungen, Zauberei oder Magie.

So sind derzeit insbesondere die Fälle der sog. "Kinderhexen " in dem Kongo in die Aufmerksamkeit gerückt.

Im Norden Südafrikas, insbesondere in Gebieten mit traditioneller Religion, werden jedes Jahr Hunderte von Männern und Frauen der Hexerei angeklagt und häufig von einem Mob umgebracht.

In Tansania werden jedes Jahr Hunderte von Frauen wegen Hexerei angeklagt und getötet oder verstümmelt.

Daten und Zahlen

Letzte Hinrichtungen:

Siehe auch

Der Hexenprozess von Salem , Liste von Hexenverbrennungen, Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen, Museum für Hexenverfolgung in Mecklenburg

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